Andacht

Life is … to be loved

Andacht von Daniel Wenig vom 06.05.2017:

Wenn ich dich fragen würde, worum es im Leben geht, was würdest du antworten?
Warum stehst du täglich auf, quälst dich aus dem Bett, rennst in die Schule und verhältst dich so, wie du es tust? Warum lachst du bei deinen Freunden mit? Trägst die T-shirts, die sie mögen, machst bei dem Hobby mit, was sie gut finden und lachst über die Witze, die eigentlich gar nicht witzig sind?
Weil du anerkannt und respektiert werden willst! Weil du willst, dass du dazu gehörst, dass die anderen dich „cool“ finden. Damit du kein Außenseiter bist.

Wir alle machen Dinge, um von anderen angesehen zu sein. Wir wollen und brauchen ihre Bestätigung. Damit wir sie bekommen, sind wir oft bereit, Dinge mit zu machen, die wir weder gut, lustig noch schön finden. Aber wir brauchen diese Anerkennung. Wir wollen doch einfach nur, ja was denn? Respektiert, gemocht oder gar geliebt sein?

Das hört sich jetzt vielleicht etwas schnulzig an, aber im Grunde genommen ist es so. Du und ich, wir wollen das Gefühl haben, ok zu sein. Von den anderen so angenommen zu werden, wie wir wirklich sind. Und dafür ändern wir nicht selten, wer wir sind. Aber ist das so gedacht? Macht das glücklich? Bist du damit zufrieden?

Oder denkst du nicht auch manchmal: Es wäre schön, wenn mich, so wie ich wirklich bin, jemand mag, ohne, dass ich das und das und das mitmache.

Und jetzt kommt die christliche Antwort, die ihr bestimmt alle schon mal gehört habt: Gott liebt dich. Du brauchst nichts zu tun. Er mag dich einfach so!

Toll oder? Jetzt kannst du aufhören mit zu machen und bist endlich frei, oder?
Leider ist es nicht so einfach. Denn Gott scheint so weit weg zu sein und deine Freunde, Eltern, Gemeinde begegnen dir jeden Tag. Da zählt es anerkannt zu sein.

Wie kann ich wirklich erleben, dass ich ok bin, so wie ich bin? Geliebt bin ohne, dass ich etwas mache oder mit mache?

 

1. Du musst die Wahrheit kennen

Die simple Wahrheit ist: Du bist bereits geliebt. Dafür musst du nichts tun. Gott hat dich geschaffen und davor hat er dich bereits geliebt. Gehört haben wir das alle sicher schonmal, aber kennen wir diese Wahrheit wirklich? Oder überwältigen uns nicht doch immer wieder die Lügen, die uns unsere eigenen Gedanken einreden wollen?
Du bist nicht gut genug. Du musst dich mehr anstrengen. Gott ist enttäuscht von dir. Warum hast du das schon wieder gemacht. Du bist ein Versager. Du bist ein schlechter Christ. Gott kann dich gar nicht so lieben.

Wenn du willst, dass diese Stimmen leiser werden und die Wahrheit: „Du bist genug. Gott liebt dich einfach so. Du kannst dir seine Liebe nicht verdienen und du musst es auch nicht!“
lauter wird, dann musst du dafür sorgen, dass du die Wahrheit ebenso oft vor Augen hast, wie die Lügen.

Also schnapp dir die Bibel, gute Bücher, Lieder oder was auch immer und beschäftige dich mit Gottes Aussagen über dich: https://www.youtube.com/watch?v=2-SjjU1lfqg

 

2 Du brauchst andere, die die Wahrheit kennen

Der erste Tipp war, was du alleine selber machen kannst. Aber mir ging es häufiger so, dass wenn die Lügen kamen, dass ich da alleine nicht mehr raus gekommen bin. Sie haben mich einfach überrannt. Mein Denken übernommen und ich hatte keine Chance mehr. Daher brauchen wir Hilfe von anderen. Und zwar nicht von denen, die die Lügen selber glauben und danach leben, sondern von denen, die die Wahrheit kennen. Also such dir andere Christen. Leute hier aus dem Ben. Gute Freunde, die dich verstehen, denen du vertraust und die Gott selber erlebt haben. Sie können dir Mut zusprechen, für dich Beten und einfach da sein, wenn du sie brauchst.

Mal bist du dran Anderen Mut zu machen und für sie da zu sein. Und mal bekommst du geholfen. Aber das passiert nicht von alleine. Investier in Menschen in deinem Umfeld. Bau dir deinen Freundeskreis so auf, dass du nicht nur dann, wenn alles gut ist und ihr Party macht, Freunde hast, sondern auch dann, wenn es mal nicht so gut läuft. Du entscheidest, mit wem du Zeit verbringst und auf wen du dich verlässt.

 

3. Sei mutig und probier es mit Gottes Hilfe!

Es hat noch niemand das Schwimmen auf dem Trockenen gelernt und keiner das Skifahren im Tal. Zu Deutsch: du brauchst Mut und musst dich einfach trauen ins Wasser zu gehen oder in die Berge zu fahren. Sonst passiert nichts und alles bleibt, wie es ist.

Und so ist es nicht nur beim Schwimmen und Skifahren, sondern in allen Lebensbereichen. Wenn du willst, dass du dich wirklich geliebt weißt, dann musst du es wagen, dich auf Gott einzulassen. Du darfst ihn um Hilfe bitten. Aber das kommt nicht ohne Konsequenzen. Denn Gott will dich verändern. Und das tut manchmal zunächst weh. Vielleicht wirst du dafür auf das ein oder andere verzichten müssen, vielleicht wollen Freunde nichts mehr mit dir zu tun haben, vielleicht gehörst du dann nicht mehr zu den Coolen.

Aber ich kann dir versichern: Es ist es wert. Du wirst auf jeden Fall immer mehr bekommen, als was du vermeintlich verlierst. Denn Gott lässt sich nichts schenken.

 

Wenn du also merkst, dass du unzufrieden mit dir und deinem Leben bist und von der Liebe Gottes nichts spürst, dann mach dich auf den Weg. Füll dich mit der Wahrheit, überdenke, mit wem du deine Zeit verbringst und fang an ganze Sache mit Gott zu machen!