Andacht

Auftauchen: Der Sonne entgegen

Andacht von Simon Korb vom 11.03.2017

Wo will uns Gott eigentlich haben? Was ist sein Ziel und was ist unser Ziel?

Wahrscheinlich bin ich nicht der Einzige, der folgende Erfahrung immer mal wieder macht. Häufig hört man, vielleicht von Klassenkameraden oder Freunden: „Dieses ganze Christenzeug ist doch nur was für Schwächlinge, für Feiglinge, für irgendwelche Psychos die halt sonst im Leben keine Orientierung oder Halt haben.“

Nun diesen Herrschaften möchte ich entgegenhalten: Für was lebt ihr denn? Was gibt denn dann euch  Halt. An was orientiert ihr euch. Ist euer Leben sinnvoller? Oder ist der Tod, das Ende der Sinnlosigkeit? Denn jeder Mensch braucht irgendwas, das ihm zumindest scheinbar Lebensinhalt gibt.

Gottes Ziel für uns ist es, die Nähe zu uns Menschen wieder herzustellen, was ja im Grunde auch unsere tiefste Sehnsucht ist. Denn die Ferne Gottes ist, seit der Vertreibung aus dem Paradies, Ursprung dieser Sehnsucht.

 

Das Ziel Gottes also: Wir sollen seine Kinder sein und sind somit Erben unseres Vaters. Er schenkt uns ewiges Leben. Dafür hat er den Teufel besiegt.

Als seine Kinder leben wir nicht mehr dem Tod entgegen, sondern sterben dem Leben entgegen – Ewigem Leben.

Das was schon immer der Wunsch des Menschen war. Deshalb versucht er seit Jahrtausenden sich unsterblich zu machen:

() Mit Bauwerken, () als Herrscher, () mit Gedanken und Schriften, () mit großen Taten und Erfindungen.

Doch damit bleibt er nur im Gedächtnis der Lebenden. Persönlich lebt er zumindest auf dieser Welt nicht mehr. Sein Reichtum, Mut oder Verstand bringt ihm überhaupt nichts mehr.

Doch auch echte „ewige Jugend“ kann erreicht werden. Wenigstens im Reich der Sagen und Legenden. Hier, der heilige Gral. Seit Jahrhunderten gesucht, da er, durch das angeblich am Kreuz aufgefangene Blut Jesu unsterblich machen soll.

Oha, seltsam, das klingt ja so bekannt? Richtig, wie jede Legende hat auch diese einen wahren Kern.

Ja! Das Blut Jesu schenkt uns ewiges Leben, denn für uns hat er es ja vergossen. Aber nicht weil wir irgendeine Reliquie besitzen. Auch nicht weil wir das Abendmahl feiern, wo wir ja nur symbolisch das Blut Jesu und den Leib Christi zu uns nehmen. Das ist nur das äußere Zeichen unserer inneren Haltung, ein regelmäßiges Gedenken an unsere Rettung.

Einzig und allein der Glaube an Gottes Gnade errettet. Uns hilft kein Gegenstand, keine Magie,  kein Wunschdenken. Petrus schreibt:

1.Petrus 1, 5&9 “Und weil ihr an ihn glaubt, wird Gott euch durch seine Rettung bewahren, die schon bereitliegt, um dann in der letzten Zeit offenbar zu werden. (…) So werdet ihr das Ziel eures Glaubens erreichen: eure Rettung.”